Manchmal braucht es gar nicht viel, um den Alltag von Kindern nachhaltig spürbar zu verändern – sondern lediglich die richtigen Impulse zur richtigen Zeit. Mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid konnte im zentrum.jugendhilfe in Lüdenscheid ein bislang trostloser Innenhof in einen lebendigen und bunten Ort zum Spielen, Toben und einfach Kindsein verwandelt werden.

Über das zentrum.jugendhilfe

Das zentrum.jugendhilfe gibt es schon lange – jedoch bis vor kurzem noch unter dem Namen Zentrum für jugendliche Diabetiker. Denn lange Jahre war das Zentrum spezialisiert darauf, jungen Menschen mit Diabetes Typ 1 ein neues Zuhause zu bieten.

Wie wichtig das ist, haben die Betreuerinnen und Betreuer des Zentrums Tag für Tag erlebt: Mit der Diabetes-Diagnose verändert sich das Leben der jungen Menschen oft so stark, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihr Umfeld damit überfordert ist. Ängste und fehlendes Wissen über die Krankheit sorgen dafür, dass das Jugendamt eingreifen und ein neues Zuhause für die betroffenen Kinder und Jugendlichen suchen muss. Ein Zuhause, das verständnisvoll, fürsorglich und professionell mit der Krankheit umgehen kann, um dadurch ein körperlich und seelisch sicheres Umfeld zu schaffen.

Das zentrum.jugendhilfe ist eine von wenigen Jugendhilfeeinrichtungen für Stoffwechselerkrankungen. Hier finden junge Menschen Unterstützung, mit der eigenen Krankheit umzugehen und ins Leben zu finden. Umgeben von anderen Kindern und Jugendlichen, denen es genauso geht. Sie leben, spielen und lernen gemeinsam, gehen auf die Lüdenscheider Schulen und finden ihren Weg ins Leben.

Mit der Zeit kamen immer mehr Anfragen für Kinder und Jugendliche ohne Diabetes. So wurde aus der Einrichtung das zentrum.jugendhilfe: Ein Zuhause für Kinder zwischen 6 und 18 Jahren.

Und genau für dieses Zuhause brauchte das Zentrum Unterstützung. Schließlich soll das Zentrum für seine Bewohnerinnen und Bewohner ein Ort sein, an dem sie sich wohl und sicher fühlen.

Warum der Innenhof so wichtig ist

Gerade für die jüngeren Kinder fehlte es bislang an einer geeigneten Spielfläche im Freien. Während die älteren Kinder ihren Treffpunkt auf der anderen Hausseite haben, gab es für die Jüngeren keinen eigenen Außenbereich, der ihren Bedürfnissen entsprach.

Denn der vorhandene Bereich war wenig einladend, Spielgeräte gab es kaum. Kurz: Es gab keinen Ort, an dem die Kinder sich draußen sicher bewegen, spielen und einfach Kind sein konnten. Dabei sind genau solche Räume im Alltag einer Jugendhilfeeinrichtung von großer Bedeutung, weil sie Ausgleich schaffen, Bewegung fördern und die Möglichkeit geben, gemeinsam schöne und unbeschwerte Momente zu erleben.

Außer einem Basketballkorb bot der Innenhof wenig Beschäftigung für Kinder und Jugendliche.

Dabei waren die Voraussetzungen ideal: Der Innenhof ist von allen Gruppen aus gut einsehbar und es ist immer eine Betreuungsperson in der Nähe, sodass die Kinder die Fläche sicher nutzen können. Zudem grenzt der Bereich direkt an die Turnhalle an und fügt sich damit sinnvoll in den Alltag der Einrichtung ein.

Es wurde Zeit, diese idealen Voraussetzungen zu nutzen und eine kindgerechte Umgebung zu schaffen. So erreichte die Bürgerstiftung im Frühjahr 2025 ein Antrag auf Unterstützung, dem wir gerne nachkamen.

Wie es heute ist

Aus der grauen Fläche wurde ein beliebter Freizeitort, der täglich genutzt wird:

Der harte Bodenbelag wurde durch moderne, weiche Fallschutzmatten ersetzt. Neue Spielmöglichkeiten wie ein Trampolin, ein Sandkasten, ein Basketballkorb und verschiedene Kinderfahrzeuge sorgen für Action, Abwechslung und Spaß – sowohl allein als auch in der Gruppe. Ballfangnetze ermöglichen unbeschwertes Spielen und machen den Bereich zusätzlich sicherer.

Ein Highlight für die Seele ist die bunte Graffitiwand: Sie wurde gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie dem Lüdenscheider Graffitikünstler Yves Thomé (Narrenhände) gestaltet. Das farbenfrohe Gemeinschaftsprojekt macht richtig gute Laune!

Heute ist im Innenhof jeden Tag etwas los – vor allem bei schönem Wetter. Er ist zu einem Wohlfühlort geworden, den die jungen Bewohnerinnen und Bewohner seit September 2025 liebend gern nutzen.

Wie die Bürgerstiftung unterstützt hat

 „Ohne die Unterstützung der Bürgerstiftung wäre das Projekt nicht möglich gewesen“, sagt Charlene Kerpen vom zentrum.jugendhilfe. Denn während die Wohnkosten zwar durch öffentliche Mittel gedeckt sind, ist das zentrum.jugendhilfe für solche Projekte auf Spenden angewiesen. Die bereits gesammelten Spenden und Eigenmittel konnten mit dem Spendenbetrag der Bürgerstiftung auf die benötigte Gesamtsumme aufgestockt werden.

Wir freuen uns sehr, dass wir zu diesem wertvollen Projekt beitragen konnten!