Sport verbindet Menschen – unabhängig von Alter, Fitnesslevel oder körperlichen Einschränkungen. Damit das auch im Alltag wirklich funktioniert, braucht es Orte, die für alle zugänglich sind. Und dazu gehört eben auch „das stille Örtchen“. Genau deshalb freuen wir uns, dass wir den Einbau einer behindertengerechten Toilette in der vereinseigenen Turnhalle des Schalksmühler Turnvereins unterstützen konnten.

Warum eine behindertengerechte Toilette so wichtig war

Der Turnverein ist ein lebendiger Ort für Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft. Besonders schön zeigt sich das jeden Donnerstag: Dann treffen sich die „Gym Oldies“ zur Sitzgymnastik mit Stühlen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen direkt aus dem altersgerechten Pflegeheim gegenüber, um gemeinsam aktiv zu bleiben.

Für sie ist das Angebot weit mehr als nur Sport. Es bedeutet Bewegung, soziale Kontakte und ein Stück Lebensqualität im Alltag.

Bislang gab es jedoch ein Problem: Zwar waren im Untergeschoss der Turnhalle bereits genügend Sanitär- und Umkleideräume vorhanden – diese waren aber nicht barrierefrei erreichbar. Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität war das eine echte Hürde.

Also musste eine Lösung her.

Das Ziel: Mehr Barrierefreiheit im Vereinsleben

Die passende Fläche war bereits vorhanden. Der Verein konnte einen Bereich auf der Etage abtrennen, um dort eine behindertengerechte Toilette einzubauen. Vorhandene Vereinsräume auf derselben Etage können zudem als Umkleidemöglichkeit genutzt werden, sodass Menschen mit eingeschränkter Mobilität nun in keiner Weise mehr auf die Räumlichkeiten im Untergeschoss angewiesen sind.

Gerade in einem Verein, in dem die älteste Sportlerin bereits 92 Jahre alt ist, ist das ein starkes Zeichen.

Die Bürgerstiftung unterstützt mit 5.000 €

Insgesamt kostete der Einbau der behindertengerechten Toilette rund 8.000 €. Die Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid unterstützte das Projekt mit 5.000 €. Den restlichen Betrag brachte der Verein selbst auf.

Für den ersten Vorsitzenden Klaus-Peter Wiebusch ist diese Unterstützung ein wichtiger Baustein, um solche Projekte überhaupt realisieren zu können. Denn als Verein mit eigener Sportstätte gibt es immer etwas zu tun: Räume müssen gepflegt, modernisiert und an neue Bedürfnisse angepasst werden.

„Wenn es die Bürgerstiftung nicht gäbe, wären viele unserer Maßnahmen nicht möglich“, macht Klaus-Peter Wiebusch im Gespräch deutlich.

Über den Verein: Viel Engagement in Eigenleistung

Der Turnverein ist mit seinen rund 600 Mitgliedern breit aufgestellt und betreibt eine eigene Turnhalle mit Kursraum, Kraftraum, Vereinsräumlichkeiten und zwei Hallen. Das bedeutet große Verantwortung – und viel Arbeit. Nahezu alle Maßnahmen werden deshalb mit großem ehrenamtlichem Einsatz und Eigenleistung umgesetzt.

Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigt der Blick auf das Vereinsleben. Neben klassischen Angeboten entwickelt der Turnverein auch neue Formate und Trendsportarten weiter – zum Beispiel Darts. Gleichzeitig ist der Verein besonders stark im Gerätturnen: Die erste Mannschaft turnt in der Landesliga.

Das Einzugsgebiet ist groß, der Zuspruch hoch. Und auch das zeigt: Der Verein ist ein wichtiger Ort für Sport, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung in der Region.

Für uns als Bürgerstiftung ist genau das unterstützenswert: Projekte, die vor Ort wirken und unser aller Zuhause lebenswerter machen.

Wir freuen uns sehr, dass wir dieses wichtige Projekt unterstützen konnten.