Kategorie: Erziehung & Bildung

Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe. Wir unterstützen Vorhaben, die Wissen vermitteln, Chancengleichheit schaffen und Lernfreude wecken. Dazu gehören auch Leseförderung in Grundschulen, Ausstattung von Lernräumen oder Projekte zu Medienkompetenz.

Naturschutzzentrum MK e.V. macht Umweltbildung für die Schule von morgen

Insektensterben, Waldsterben, Bodenverlust – die großen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit sind abstrakt, solange man sie nur aus den Nachrichten kennt. Das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V. will das ändern und Schülerinnen und Schülern die Zusammenhänge dort erfahrbar machen, wo sie am besten zu verstehen sind: draußen in der Natur, mit den eigenen Händen im Waldboden.

Über das Naturschutzzentrum

Eigentlich ist das Naturschutzzentrum vor allem eine halbwissenschaftliche Institution: Gefördert vom Land NRW und dem Märkischen Kreis beobachtet und dokumentiert es, was in der Region mit Insekten, Wäldern und Arten passiert, plant Maßnahmen, gestaltet den „Urwald von morgen“ und engagiert sich in Artenschutzprojekten.

Seit dem Umzug in den Naturerlebnishof Stilleking-Oelken ist ein zweiter Schwerpunkt hinzugekommen: die Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen. Erste Pilotschulen mit eigenem Schulwald gibt es bereits, ebenso das Programm „Ökosystem Wald – live“. Was bislang fehlte, war der nächste Schritt: eine Bildungsarbeit, die dauerhaft im Schulunterricht verankert ist und dem großen Ziel der Vereinten Nationen folgt.

Das Projekt: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Leitlinie

Genau hier setzt das neue Projekt an. Es orientiert sich an den Prinzipien der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE): Einem Bildungskonzept, das die Vereinten Nationen im Rahmen ihrer 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung verfolgen, damit Menschen die Auswirkungen ihres eigenen Handelns auf die Welt verstehen.

Einrichtungen mit entsprechenden Bildungsangeboten können sich offiziell als BNE-Anbieter zertifizieren lassen. Genau diese Zertifizierung strebt nun auch das Naturschutzzentrum an. Nicht zuletzt, weil sie langfristig auch den Zugang zu weiteren Fördermitteln erleichtern soll.

Konkret werden dafür zwei Programme entwickelt:

  • „Ökosystem Wald – live“: das Programm existiert bereits und soll nun grundlegend nach BNE-Kriterien überarbeitet werden.
  • „Ökosystem Boden – live“: das Programm wird komplett neu entwickelt.

In beiden geht darum, Natur und Klima erlebbar zu machen. Die Schülerinnen und Schüler der drei von Beginn an beteiligten Schulen (Bergstadt Gymnasium, Zeppelin Gymnasium, Pestalozzi Grundschule) erschließen globale Zusammenhänge, verstehen ganz konkrete Signale der Natur und erkennen die Konsequenzen ihres eigenen alltägliches Handelns. Damit die Inhalte auch wirklich im Schulalltag ankommen, werden sie eng an die Lehrpläne der beteiligten Jahrgangsstufen angepasst.

Lernort: Im Wald und im Klassenzimmer

Die praktische Arbeit mit den Kindern erfolgt bevorzugt interaktiv direkt im Wald. Dafür sind die beiden Pädagoginnen des Naturschutzzentrums mit den Schülerinnen und Schülern in der Natur am Stilleking unterwegs.

Hinzu kommt ein weiteres Herzstück des Projekts: Schulen können Themenkoffer mit abgestimmten Lehrmaterialien für die eigenständige Nutzung ausleihen. Das Naturschutzzentrum schult dafür die Lehrkräfte, die die Programme anschließend selbst im Unterricht einsetzen können – sowohl im Klassenzimmer als auch in der Natur rund um die eigene Schule.

Dass dieser Weg über eigene Materialien so wichtig ist, hat einen praktischen Grund: Über das Förderprogramm „Natursprinter MK“ können Schulklassen zwar kostenfrei zu Bildungsorten wie dem Naturschutzzentrum fahren, die Mittel dafür sind jedoch begrenzt und häufig schon im Spätsommer aufgebraucht. Wer keine Fahrt mehr finanziert bekommt, soll trotzdem nicht leer ausgehen – deshalb entstehen Materialien, die auch direkt in der Schule oder im nahen Umfeld eingesetzt werden können.

Wie die Bürgerstiftung hilft

Hinter der vermeintlich einfachen Idee steckt ein großes Stück Arbeit: Neben den fachlichen Inhalten müssen Organisation, Versicherungsfragen und rechtliche Rahmenbedingungen für die Ausleihe und den Außeneinsatz geklärt werden. Details, die ein Projekt dieser Größenordnung erst möglich machen.

Die Bürgerstiftung beteiligt sich mit 15.000 € an den entstehenden Kosten.

Erste Praxisluft im Sommer 2027

Das Projekt ist im Juni 2026 gestartet. Das Team des Naturschutzzentrums erarbeitet die Anforderungen der Schulen, entwickelt Inhalte, sichtet geeignete Flächen in der Natur und mehr. Immer im Hinblick auf die BNE-Zertifizierungsanforderungen.

Waldluft schnuppern die Schülerinnen und Schülern dann bereits im Sommer 2027 in der Pilotphase: Mit den ersten Koffern geht es zum ersten Mal im Rahmen dieses Projekts in die Natur, um die Inhalte zu erproben.

Doch die Kinder in Lüdenscheid müssen nicht bis 2027 warten, um etwas über unsere Natur zu lernen: Da das Projekt „Ökosystem Wald – live“ bereits läuft (wenn auch noch nicht nach BNE-Vorgaben) und das Naturschutzzentrum ein umfassendes Programm zur Umweltbildung hat, ist das Team schon jetzt regelmäßig mit Schulklassen und Jugendgruppen in der Natur unterwegs.

Pausengestaltung für die Regenbogenschule Halver

SOS – unsere Kinder verbringen ihre Pausen auf einem tristen Schulhof! So oder so ähnlich klang die Nachricht, die uns im November 2025 vom Förderverein der Regenbogengrundschule Halver e.V. erreicht hat. Eine langfristige Lösung war mit der umfangreichen Neugestaltung des Schulhofs bereits in Planung – wartete allerdings noch auf die Bewilligung öffentlicher Fördergelder. Eine kurzfristige Lösung musste her.

Wir freuen uns, dass wir unterstützen konnten, diese schnell und unkompliziert zu ermöglichen.

Bunte Pausenpakete bringen Farbe auf den Schulhof der Regenbogenschule

Kurzerhand plante Matthias Knaup, Vorsitzender des Fördervereins der Regenbogengrundschule Halver e.V. zusammen mit Sportlehrerin Conny Kewitsch eine kunterbunte Schulhof-Lösung: Jede Klasse sollte ein Pausenpaket aus Springseilen, Gummi-Twist und Fußbällen bekommen. Hinzu kam noch das aktive Gemeinschaftsspiel Activity Island, das für alle Klassen nutzbar gemacht werden sollte sowie Gymnastikbälle für den Sportunterricht.

Kleine Farbtupfer – große Wirkung!

Mit diesen Spielpaketen können sich die Schülerinnen und Schüler pünktlich zum Frühlingsanfang auf dem Schulhof und im Sportunterricht austoben. Das ist nicht nur gut für die Konzentration, sondern auch fürs Gemüt – denn der bislang noch reichlich triste Schulhof erhält mit den neuen bunten Spielgeräten gleich mehr kindgerechten Charme.

Diverse Spielgeräte aus der Spende auf einem Tisch im Innenraum der Schule
© Hösterey, LokalDirekt

Warum kurzfristige Hilfe nötig war

Der neue Pausenhof der Regenbogenschule ist schon lange ein Projekt: Die Stadt Halver hat im September 2025 einen Förderantrag eingereicht, den Schulhof zu entsiegeln und klimafreundlich umzugestalten, um damit das (Lern-) Klima an der Schule zu verbessern. Am 31.03.2026 kam dann endlich die langersehnte gute Nachricht: Der Antrag wurde bewilligt!

Doch die Zeit bis zur vollständigen Umsetzung ist in Kinderjahren zu lang, um darauf zu warten: Bis der Pausenhof grün und bunt ist, gehen viele der Kinder längst auf eine weiterführende Schule. Darauf wollte niemand warten – nicht die kommissarische Schulleiterin Simone Domke, nicht die Lehrerinnen und Lehrer und auch nicht die Mitglieder des Fördervereins.

Wir freuen uns sehr, dass die Bürgerstiftung schnell unterstützen konnte.

Wie die Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid unterstützt hat

Schnelle Hilfe für mehr Farbe und Bewegung: Mit einer Spende von rund 500 € konnte die Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid die Anschaffung der neuen Pausenausstattung beschleunigen. Zusammen mit den Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Waffel- und Popcornverkäufen kam pünktlich noch vor dem Frühlingsanfang die benötigte Summe zusammen, sodass die Schülerinnen und Schüler schon vor dem Sommer mehr Spiel und Spaß in ihre Pausen bringen können. Mit der Übergabe bei Outdoor-tauglichem Sonnenschein im April (LokalDirekt berichtete) verkürzt sich für die Kinder so – noch vor dem Baubeginn der Neugestaltung des Schulhofs – die Wartezeit auf die neue Pausenumgebung.

Gruppenfoto auf dem Schulgelände der Regenbogenschule
Bei der Übergabe der neuen Spielgeräte bei frühlingshaftem Wetter freuten sich alle Beteiligten – insbesondere natürlich die Kinder. © Hösterey, LokalDirekt

Titelbild: © Hösterey, LokalDirekt

U20 Poetry Slam 2026

„Wie groß die Macht der Worte ist, wird selten recht bedacht“, wusste Friedrich Hebbel schon im 19. Jahrhundert. Und Recht hatte er. Schließlich zählt es heute zu den unverzichtbaren Soft Skills für Leben und Beruf, sich selbst und die eigene Botschaft ausdrücken und präsentieren zu können. Genau das ist es, was die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den beiden Workshops rund um den U20 Poetry Slam lernen.

Was ist ein Poetry Slam?

Ein Poetry Slam ist wörtlich übersetzt eine „Dichterschlacht“. So blutig wie es klingt, geht es aber gar nicht zu – tiefgründig dafür oftmals aber umso mehr. Denn beim Poetry Slam ist alles erlaubt, was mit Wörtern, Botschaften und dem Vortragen auf der Bühne zu tun hat:

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren ihre selbst verfassten Werke vor dem Publikum. Ob es sich dabei um ein Gedicht, Lyrik, Comedy oder Prosa handelt, entscheiden die Autorinnen und Autoren selbst. Genau wie über den Inhalt. Von politischer Satire über ganz persönliche Gefühle bis hin zu lustigem Nonsens ist alles erlaubt. Genau das macht einen Poetry Slam unvergleichlich vielseitig.

Das Publikum hört dadurch Vorträge von Autorinnen und Autoren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Am Ende entscheiden sie mit ihrem Applaus oder via Abstimmung, welcher Vortrag gewinnt.

In Wahrheit gibt es jedoch ohnehin nur Gewinner gibt: Die Zuhörerinnen und Zuhörer gewinnen einen unterhaltsamen Abend voller Botschaften, die zum Nachdenken anregen. Die Autorinnen gewinnen Erfahrungen und Selbstsicherheit, die ihnen niemand mehr nehmen kann.

Genau das ist der Grund, warum der U20 Poetry Slam so unterstützenswert für den Verein Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid e. V. rund um ihren Vorsitzenden Rolf Scholten ist: Die jungen Autorinnen und Autoren bauen im Rahmen der Workshops und des Slams in kürzester Zeit Präsentations-, Sprach- und Schreibfähigkeiten auf, die ihnen in ihrem beruflichen und privaten Leben maßgeblich weiterhelfen.

Wir als Bürgerstiftung freuen uns sehr, ein so großartiges Projekt unterstützen zu können.

Wie unterstützt die Bürgerstiftung?

Damit der U20 Poetry Slam mitsamt Workshops wieder stattfinden kann, ziehen mehrere Partner an einem Strang. Die Bürgerstiftung unterstützt mit einer Spende von insgesamt 2.700 € und ermöglicht dadurch gemeinsam mit dem Verein Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid e. V. und dem Förderverein des Bergstadt-Gymnasiums folgende Inhalte:

Workshops

Herzstück des Projekts sind zwei zweitägige Poetry-Slam-Workshops am 10. und 11. September 2026 sowie am 29. und 30. September 2026. Insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler erhalten hier eine professionelle Einführung in Textarbeit und Bühnenpräsenz. Ganz nach dem Motto: Dein Text, dein Mikro, deine Bühne!

Geführt werden die Workshops von Marian Heuser: Profi Poetry-Slammer, Autor und Moderator. Mit ihm entwickeln die Jugendlichen eigene Slam-Texte, probieren verschiedene Genres aus und trainieren, wie man Inhalte so vorträgt, dass sie ankommen: verständlich, authentisch und mit Haltung.

Dabei geht es nicht nur um Kreativität, sondern (vor allem) auch um Selbstvertrauen. Denn wer sich mit einem eigenen Text vor andere stellt, wächst fast zwangsläufig ein Stück über sich hinaus.

Event

Der Höhepunkt folgt am 6. November 2026: Dann findet der U20 Poetry Slam in der Mensa der Adolf-Reichwein-Gesamtschule statt. Hier treten die Jugendlichen aus den beiden beteiligten Schulen gegeneinander an: Jeweils sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen auf die Bühne und präsentieren ihre selbstverfassten Texte live vor Publikum.

Auch bei der Abschlussveranstaltung führt Marian Heuser als bewährter Moderator durch den Abend. Das Publikum entscheidet am Ende mit Abstimmungskärtchen in drei Kategorien, wer gewinnt.

Bonus: Ein kleines Team der Adolf-Reichwein-Gesamtschulte hat außerdem einen Auftritt bei der Nacht der Kultur in der Stadtbücherei.

Langfristige Kooperation mit den teilnehmenden Schulen

Damit der Poetry Slam nicht nur ein einmaliges Event bleibt, sondern nachhaltig wirkt, setzt das Projekt bewusst auf eine enge und verbindliche Zusammenarbeit mit Schulen im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung.

Deshalb ist Voraussetzung, dass die teilnehmenden Schulen den Workshop fest in ihr schulisches Programm integrieren. So ist gesichert, dass genügend Jugendliche erreicht werden und die Inhalte auch im normalen Schulalltag einen Platz finden, beispielsweise in AGs, Kursen oder im kulturellen Programm.

Warum ist das so wichtig?

Rolf Scholten, Vorsitzender der Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid e.V. ist immer wieder begeistert: „Es ist einfach toll zu sehen, wie sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb so kurzer Zeit weiterentwickeln.“ Als ehemaliger Deutschlehrer am Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid freut er sich natürlich auch darüber, dass junge Menschen eigene Texte erschaffen, und sich dabei selbst zum Ausdruck bringen. Oft mit ganz persönlichen oder politischen Themen. Aber noch wichtiger ist ihm, dass sie dabei über sich hinaus wachsen: „Frei sprechen und sich selbst präsentieren zu können ist heute unverzichtbar im Berufsleben.“

Im Workshop erleben viele Jugendliche zum ersten Mal, was passiert, wenn sie ihre eigenen Gedanken ernst nehmen und in Worte fassen. Sie lernen, dass Sprache ein Werkzeug ist – und manchmal auch ein Ventil. Gerade die Texte mit Tiefgang zeigen, wie wichtig es ist, jungen Menschen Räume zu geben, in denen sie ihre Perspektiven ausdrücken können. Und genau das tut der U20 Poetry Slam.

Hintergründe und Mehrwert

Das Projekt ist in Lüdenscheid kein Neuling. Bereits 2019, 2020, 2022, 2023, 2024 und 2025 wurden entsprechende Veranstaltungen organisiert, mehrfach gefördert durch Bürgerstiftung und Sparkasse. Aus den Erfahrungen heraus wurde 2022 ein Modell entwickelt, das sich besonders bewährt hat: verbindliche Kooperationen mit Schulen, Integration in den Schulalltag und damit eine nachhaltige Wirkung statt einmaliger Aktion.

Genau darin liegt auch der besondere Mehrwert für unsere Region. Denn hier entsteht nicht nur ein Kulturangebot in der Stadtbücherei, sondern eine echte Brücke zwischen Schule, Bibliothek und Jugendkultur. Die Schulen gewinnen dabei ein Format, das pädagogische Ziele aufgreift, ohne belehrend zu sein: Schreiben, Umgang mit Texten, Präsentation, Selbstbewusstsein.

Das Ergebnis sehen Sie am 6. November 2026

Was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer formuliert haben, erleben Sie live auf der Bühne. Am 6. November 2026 in der Mensa der Adolf-Reichwein-Gesamtschule – der Eintritt ist frei!

Erwin-Welke-Schule: Heimatraum als sicherer Rückzugsort für Kinder

Manchmal braucht es im Schulalltag nicht „mehr Programm“, sondern einen Ort, an dem Kinder zur Ruhe kommen dürfen. Einen Raum, der Sicherheit gibt, Reize reduziert und dabei hilft, wieder Kraft zu sammeln – besonders dann, wenn der Tag laut, schnell und anstrengend ist.

Genau so ein Ort ist an der Erwin-Welke-Schule entstanden: ein kindgerecht eingerichteter Heimatraum für Kinder, insbesondere mit Förderbedarf. Möglich wurde er durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung.

Die Erwin-Welke-Schule

Die Erwin-Welke-Schule steht für gemeinsames Lernen und ein starkes Miteinander. Das Motto: Lernen gemeinsam meistern.  

Als Offene Ganztagsschule begleitet sie Kinder über den Unterricht hinaus und bietet Betreuung bis in den Nachmittag.

Gerade im Ganztag zeigt sich: Manche Kinder benötigen bewusst gestaltete Rückzugsräume, um Reize zu reduzieren, Emotionen zu regulieren und konzentriert bleiben zu können.

Und genau mit dieser Bitte kam der Förderverein der Erwin-Welke-Schule auf die Bürgerstiftung zu.

Wie es vorher war

Bis zur Entstehung des Heimatraums nutzten die Kinder mit Förderbedarf ein Büro als Anlaufstelle. Dieser Raum gab Sicherheit – vor allem, weil die Kinder sich in kleineren Gruppen oft besser aufgehoben fühlen. Doch ein Büro ist kein Kinderraum: Es fehlten geeignete Möglichkeiten, um wirklich auf die Bedürfnisse nach Ruhe, Struktur und Geborgenheit einzugehen.

Dank der finanziellen Förderung der Sparkasse an Volme und Ruhr konnte an der Erwin-Welke-Schule ein kindgerechter Heimatraum eingerichtet werden: der Papageienraum.

Was das Projekt ermöglicht

Durch das Projekt sind gleich mehrere Bereiche entstanden, die gezielt auf Entlastung, Konzentration und Wohlbefinden ausgerichtet sind:

  • Eine Ruheecke mit Musikbox und Kopfhörern: Hier können Kinder sich zurückziehen, entspannen und Abstand vom Trubel nehmen. Perfekt, wenn plötzlich alles zu laut, zu wild und zu stressig wird.
  • Eine zweite, separate Ruheecke mit Bücherauswahl: Für noch mehr Ruhe und eine gemütliche Atmosphäre – gerade dann, wenn mehrere Kinder gleichzeitig Entspannung brauchen.
  • Mittagessen im Heimatraum: Die Kinder können in ruhiger Umgebung essen – ohne Hektik und Überforderung. Damit das praktisch funktioniert, wurde ein Essenswagen angeschafft, der den Transport zwischen Küche und Raum erleichtert.
  • Hausaufgabenraum: Ein separaterRaum mit Einzeltischen sorgt dafür, dass Hausaufgaben und Spielen räumlich getrennt bleiben. Dadurch bleibt die Konzentration in einem Raum, die Entspannung im anderen.
  • Spielmöglichkeiten im Papageienraum: Für Kinder, die lieber spielen statt Musik zu hören, sind Spieltische mit bewusst ausgewählten Spielen sowie eine Bauecke mit Bausteinen entstanden.

Spielmaterial, das Ruhe stärkt und Konzentration fördert

Die Auswahl der Materialien folgt einer klaren Idee: Spiele sollen nicht „aufdrehen“, sondern helfen, bei sich zu bleiben. Mit Unterstützung der Bürgerstiftung wurden folgende Spiele angeschafft:

  • Ruhige Tischspiele, die Konzentration und Ausdauer fördern
  • Einzelbeschäftigungen (z. B. IQ-Spiele), wenn ein Kind bewusst allein arbeiten oder spielen möchte
  • Bausteine für den Bauteppich: für kreatives Bauen – allein oder gemeinsam, ohne Lärm, aber mit viel Fantasie

Warum diese Förderung so wichtig ist

Der Papageienraum ist mehr als ein „schöner Raum“. Er ist ein verlässlicher Ort, der Kindern – insbesondere mit Förderbedarf – im Ganztag Stabilität gibt. Damit schafft er die Grundlage, um überhaupt gut lernen und teilnehmen zu können.

Ein großes Dankeschön

„Wir möchten der Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid herzlich danken: Durch diese Unterstützung konnte der Heimatraum so gestaltet werden, dass er den Kindern im Alltag wirklich hilft.“

Wir freuen uns sehr über dieses Feedback der Erwin-Welke-Schule und ihres Betreuungsvereins!

Musikschule der Stadt Lüdenscheid: Neue Instrumente für die Ausleihe

Die Mission: Allen Menschen Zugang zur Musik ermöglichen. Mit Unterricht – und mit Instrumenten zum Üben und Musizieren. Damit das möglich ist, unterstützt die Bürgerstiftung regelmäßig und immer dann, wenn besondere Bedarfe entstehen.

2000 Schülerinnen und Schüler musizieren aktuell in der Musikschule. Die Jüngsten sind gerade einmal drei Monate alt. Die Ältesten bleiben auch trotz ihren über 80 Jahren jung – schließlich hält Musik jung und fit, besagen verschiedene offizielle Studien.

Für uns als Bürgerstiftung ist es deswegen umso schöner, dass wir mit unseren Spenden zu mehr Musik in Lüdenscheid und Umgebung beitragen können. „Überall in der Musikschule begegnet Ihnen etwas, was mit Unterstützung der Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid umgesetzt werden konnte.“, sagt Katja Fernholz-Bernecker, Leiterin der Musikschule.

Möglich ist das insbesondere durch den Stiftungsfonds der Eheleute Dr. Arnhild und Rolf Scholten, durch den jedes Jahr eine Spendenzahlung von 5.000 € allein für die Musikschule erfolgt – zusätzlich zu den anderen Spenden der Bürgerstiftung.

2025: Neue Instrumente für die Musikschule

Wo Musik sein soll, da müssen auch Instrumente sein. Für den Unterricht benötigt die Musikschule deswegen zahlreiche Instrumente. Das ist wichtig, um auch den Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern Zugang zur Musik zu ermöglichen, die sich kein eigenes Instrument leisten können.  Dafür stellt die Musikschule Leihinstrumente zur Verfügung, die Schülerinnen und Schüler gegen geringe Leihgebühr ausleihen können. Zum Ausprobieren, zum Üben daheim und zum Liebenlernen als Beginn einer lebenslangen Verbundenheit zur Musik.

Musik für jeden: Die Leihinstrumente der Musikschule der Stadt Lüdenscheid ermöglichen jungen und alten Musizierenden Zugang zur Musik, ohne selbst ein Instrument anschaffen zu müssen.

Das ist wichtiger Teil der Musikschularbeit – aber auch ein enormer Kostenfaktor. Denn Instrumente sind kostenintensiv: Anschaffungskosten, Reparaturen und Pflege sind in dem erforderlichen Ausmaß nur mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung möglich.

2025 bekommen nun wieder neue Lebensgeschichten eine musikalische Untermalung. Die Musikschule hat die Spenden der Bürgerstiftung genutzt, um neue Instrumente zu beschaffen. Eine besondere Geschichte hat bereits begonnen: Die kleine Ida hat sich in das Musizieren mit einem Fagott verliebt. Das Fagott gehört zu den tiefsten und größten Holzblasinstrumenten, die es gibt. Mit bis zu 1,35 Meter Größe und über 3 kg Gewicht ist es viel zu groß und zu schwer für Kinder. Doch dafür hat die Musikschule der Stadt Lüdenscheid nun ein Fagonello: Eine kindgerechte Fagott-Version.

Diese Musikliebe ist etwas ganz Besonderes: Das Instrument ist eine Sonderanfertigung und nur ganz selten zu finden. In der Anschaffung kostet ein Fagonello ca. 2.900 €. Wir freuen uns deswegen besonders, der kleinen Ida Zugang zu dieser ganz besonderen Musikliebe zu ermöglichen.

Ida mit ihrem Fagonello: Ein Fagott zählt zu den größten Holzblasinstrumenten – viel zu groß für die kleine Ida. Dank dem neuen Fagonello ermöglicht die Musikschule ihr nun trotzdem Zugang zu diesem besonderen Instrument.

Neben dem Fagonello gibt es in der Musikschule natürlich noch viele weitere Instrumente – und auch die müssen für junge Schüler auf kindgerechte Größe geschrumpft werden. Darunter ¼-Celli, Kinder-Gitarren oder spezielle Querflöten mit einem zusätzlichen Loop, der die Gesamtlänge des Instruments auf kindgerechte Größe verkürzt, ohne den Klang zu verändern.

Echter Klang – aber eine Größe kleiner: Kindgerechte Instrumente klingen genau wie Instrumente für Erwachsene, sind jedoch auf die Größe und die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt. Hier zu sehen: eine Kinder-Gitarre und ein ¼-Cello.

Der Auftrag der Musikschule: Uns allen Zugang zur Musik ermöglichen

Diese neuen Musikinstrumente ermöglichen es der Musikschule, ihrem Auftrag noch besser gerecht zu werden: Jedem Menschen in Lüdenscheid und Umgebung Zugang zur Musik zu ermöglichen. Dank der neuen Leihinstrumente können neue Lieben zur Musik entstehen.

Weil ein Instrument allein aber noch nicht genügt, unterstützt der Förderverein der Musikschule zudem Kinder aus Familien, die ohne finanzielle Unterstützung nicht die Unterrichtsgebühr der Musikschule stemmen könnten. Dadurch kann jedes junge Leben mit Liebe zur Musik beginnen.

Die Bürgerstiftung unterstützt hier mit zweckungebundenen Spenden, die durch den Förderverein frei eingeteilt werden können – und dadurch auch den Musikunterricht einzelner Schülerinnen und Schüler fördern.

Besonderer Dank an Eheleute Dr. Arnhild und Rolf Scholten

Dr. Arnhild und Rolf Scholten haben schon in vielen jungen Leben die Liebe zur Musik entfacht: Als ehemalige Lehrerin und Lehrer hat das Ehepaar selbst Musikklassen am Bergstadt Gymnasium unterrichtet. Mit ihrem eigenen Stiftungsfonds innerhalb der Bürgerstiftung führen sie diese Mission fort. Ihr Stiftungsfonds unterstützt die Musikschule jedes Jahr mit 5.000 €, die für neue Instrumente und Unterricht eingesetzt werden können.

„Stiften und zu Lebzeiten erfahren, was daraus wird: Das ist ein gutes Gefühl.“ – Rolf und Dr. Arnhild Scholten freuen sich, dass sie mit ihrem Stiftungsfonds jungen Menschen Zugang zur Musik ermöglichen können.

PHÄNOMENTA Lüdenscheid: Das Stromprogramm

Was passiert eigentlich in einem Stromkreis? Wie funktioniert eine Parallelschaltung? Und warum ist Arbeitsschutz auch bei kleinen Experimenten so wichtig? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das neue Stromprogramm der PHÄNOMENTA Lüdenscheid – ein innovatives Bildungsprojekt, das mit Herz, Hand und Verstand Naturwissenschaften begreifbar macht.

Die Zielgruppe: Schüler aller Schulformen

Das neue Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und ist auf den Lehrplan des Landes Nordrhein-Westfalen abgestimmt. Im Sinne eines handlungsorientierten Unterrichts erleben Kinder und Jugendliche physikalische Zusammenhänge rund um das Thema Strom nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch – experimentierend, entdeckend und im eigenen Tempo.

Wie kommt der Strom eigentlich dahin, wo er hin soll? An den Stromwagen bauen Kinder und Erwachsene eigene Schaltungen und geben sich die Antwort auf die Frage ganz einfach selbst.

Fördergegenstand: Spezielle Stromwagen

Herzstück des Programms sind eigens entwickelte Stromwagen – mobile Experimentierstationen, die speziell für die PHÄNOMENTA konzipiert und gebaut wurden. An diesen Stationen können die Teilnehmenden selbstständig experimentieren, etwa Reihen- und Parallelschaltungen aufbauen, Stromflüsse nachvollziehen oder anhand von Schaltplänen arbeiten. Auch Themen wie Energieeffizienz, Arbeitsschutz und Symbolverständnis sind Teil des Konzepts.

Die mobilen Stromwagen wurden speziell für die PHÄNOMENTA entwickelt und gefertigt

Die Förderung durch die Bürgerstiftung

Möglich wurde das Projekt durch die finanzielle Unterstützung mehrerer engagierter Partner – darunter die Unternehmen JUNG und Busch-Jaeger. Einen entscheidenden Anteil übernahm die Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid, die mit einer großzügigen Spende in Höhe von 25.000 Euro maßgeblich zur Umsetzung beigetragen hat.

Doch damit nicht genug: Damit die Stromwagen auch möglichst viele junge Menschen erreichen, hat die Bürgerstiftung zusätzlich kostenlose Besuche für Schulklassen aus Lüdenscheid, Halver, Schalksmühle und Herscheid ermöglicht – ein starkes Zeichen für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit in der Region.

Die PHÄNOMENTA: Wissenschaft zum Anfassen

Als außerschulischer Lernort begeistert die PHÄNOMENTA seit vielen Jahren Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Naturwissenschaften und Technik – praxisnah, spielerisch und lehrplanorientiert. Hier werden physikalische Phänomene nicht nur erklärt, sondern hautnah erlebt.

Für unsere Region ist die PHÄNOMENTA ein echter Bildungsanker. Deshalb unterstützt die Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid das Haus immer wieder mit Spenden. Auch aktuell arbeiten wir eng zusammen – mehr dazu erfahren Sie demnächst hier.